Archiv für Oktober 2007
31. Oktober 2007
Neu am Minimalisten-Browser Prism scheint nur der Name zu sein. Sonst läuft der Brückenschlag zwischen Webanwendung und fest installierter Software nur bedingt besser als der Vorgänger Webrunner. Die Beta-Beta-Version speichert beim ersten Test nicht einmal die URL der gewünschten Webapplikation, die in einem eigenen Windows-Fenster laufen soll. Neustart heißt Neueingabe.
Angekündigt wurde von Mozilla bereits ein Plugin für Firefox. Wir brauchen nicht zu hoffen, denn erste Screenshots sehen vielversprechend aus.

Ein verspielterer Versuch, Internet-Anwendungen mehr oder weniger fest in Windows zu integrieren, ist Bubbles. Einfach mal testen…
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31. Oktober 2007
Der Minimalisten-Browser WebRunner, der Webanwendungen wie fest installierte Anwendungen innerhalb von Windows erscheinen läßt, ist von Mozilla übernommen worden und heißt jetzt Prism.

Prism soll die Brücke schlagen zwischen Webanwendung und herkömmlicher Software. Die browserähnliche Erweiterung konkurriert damit gegen Adobe Air und Microsoft Silverlight mit dem Vorteil, keine neue Plattform zu sein – ganz klar ein Vorteil, weil nicht neu entwickelt werden muss.
Das ist bei Prism auch neu und anders als beim alten WebRunner: Während damals Konfigurationsdateien für spezielle Webapps heruntergeladen oder selbst erstellt werden mussten (was nicht einfach war), ermöglicht Prism das Erstellen einer virtuellen Anwendung mit wenigen Klicks (Anleitung hier).
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31. Oktober 2007
Bei Laptops geht es nur um Sparen: Akkukapazität, Gewicht, Größe. Und auch Platz auf dem Bildschirm.
Eine nette kleine Funktion, die den Eingriff in die Konfigurationsdateien von Firefox erfordert, vergrößert gerade bei Subnotebooks den Platz für das Wesentliche. Mit Hilfe von zwei Zeilen, die in die userChrome.css eingetragen werden, und schon öffnet sich die Lesezeichen-Leiste nur, wenn der Mauszeigen darüber gezogen wird – ähnlich wie bei der Taskleiste von Windows.
Hier der Code:
/* Pop-up bookmarks toolbar */ #PersonalToolbar {display: none;} #navigator-toolbox:hover > #PersonalToolbar {display: -moz-box;}
Und wer nicht in den Tiefen seiner Programmverzeichnisse wühlen will, der benutzt zum Edizieren am besten ChromeEdit.
Und aus purer Konsequenz gleich die Windows-Taskleiste am unteren Rand verschwinden lassen – für ein völlig neues Platzgefühl.
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30. Oktober 2007
Seit Adobe angekündigt hat, die gesamte Programmpalette in den nächsten zehn Jahren als Webapps anzubieten, ist die Diskussion entbrannt, was denn alles online machbar ist. Hier ein paar Beispiele:
Etwas mehr als die übliche Datenbank – nämlich eine tolle Benutzeroberfläche – bietet Verwandt.de. Ähnlich wie Mind-Mapping-Lösungen (z.B. Mindomo) geht es beim Stammbaum vor allem um eine gute Visualisierung und ein solides Interface. Vorteil hier: Man kann auch gemeinsam mit entfernten Verwandten an seiner Familiengeschichte arbeiten.

Bei den mittlerweile etablierten Online-Offices ist Zoho ganz vorne: Im Konkurrenzkampf gegen Google-Office fährt Zoho mit mehr Anwendungen auf, darunter auch eine Datenbanklösung sowie zahlreiche Planungs- und Group-Anwendungen. Neu bei Zoho ist eine Anwendung zur Auswahl von Bewerbern (Zoho-Challenge) sowie der Zoho-Viewer, mit dem Dokumente in Webseiten – auch in Blogs – eigebettet werden können.

Hochkultur der Webapps sind erste Videoschnitt-Dienste: Jumpcut ist damit eine echte Rarität und bietet zunächst nur einfache Schnitt- und Bearbeitungsfunktionen. Bevor der Benutzer dort angekommen ist, muss er allerdings erst einmal sein Bildmaterial hochladen. Und das ist immer noch lästiger als das anschließen der externen Firewire-Festplatte.
Von der einfachen Whitepaper-Anwendung zu einer Kommunikationsplattform hat sich Vyew hochgearbeitet. Mitterweile bietet die Webanwendung das Hochladen und Bearbeiten von Office-Dokumenten genauso an, wie Desktop-Sharing und ein recht tüchtiges Zeichenprogramm – alles zusammen soll die Benutzer in die Lage versetzten, sogar Projekte mit der Anwendungen zu organisieren. Insgesamt wirkt das Bild von Vyew etwas ohne konkrete Richtung.

Die Zukunft: Das gesamte Desktop im Browser. Das Konzept von einem zentralen Rechner ist nicht neu. In den 70er waren es ANSI-Terminals, mit denen Großrechner von vielen Benutzern gesteuert wurden. In den 90er kam das Thema nochmal auf, nachdem Systemadministratoren die Installationen und Updates über die Köpfe wuchsen. Und heute versuchen ein paar Startups, gleich ganz Windows in den Browser zu stopfen. Das steckt allerdings noch im Strampelanzug. Desktoptwo gibt einen Ausblick, was bald machbar sein könnte. Neben der hübschen Grafik sind Funktionen und Anwendungen eher Nebensache.

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25. Oktober 2007

Die ganz neue Form einer Web-Festplatte: Wuala - gesprochen wie das französische „Voila“ – bietet in der ersten Ausbaustufe 1 GByte zur freien Verfügung. Unterschied zu vielen anderen Angeboten ist, dass eine Software zur Nutzung installiert werden muss.
Wer mehr Speicher will, der braucht nicht zu zahlen, sondern tauscht Speicher auf seiner Festplatte gegen Netz-Kapazität. Bei Wuala geht es nicht um mehr Speicher, sondern – wie die Betreiter es formulieren – um Veränderung der Qualität der eigenen Datenspeicherung.
Das Konzept ist nicht ganz einfach: Basis für die Software ist ein Peer-To-Peer-System, bei dem die eigenen Dateien bei anderen Usern auf die „eingetauschten“ Teile der Festplatten gespeichert werden. Entsprechend komplex sind die Anforderungen: Online-Zeit und Verbindungsgeschwindigtkeit werden ständig geprüft. Erfüllt das eigene Netz-Verhalten nicht die Anforderungen, dann gibt’ auch nichts zum Eintauschen.
Die Idee, freie Kapazitäten zu teilen, gibt es eine Menge: Vor allem Prozessorzeiten können bereits für die Suche nach einem Heilmittel für Krebs oder das Aufspüren von Außerirdischen „gespendet“ werden. Ob das gleiche Verfahren für Datenspeicher geeignet ist, zeigt schon die aufwändige Überprüfung der Vefügbarkeit und Performance der eigenen Festplatte.
Schlaue Alternative ist die G-Mail-Drive-Extension. Die kleine Software für Windows simuliert ein Laufwerk und sendet bzw. lädt die Daten einfach aus dem eigenen Google-Mail-Account. Eine andere Form der intelligenten Nutzung von freiem Speicher.
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23. Oktober 2007
Noch eine kleine Schwäche der aktuellen Version von Safari: In der Windows-Version des rasend schnellen Browsers zeigen sich Allergien zu WordPress.
Das Schreiben eines Beitrags funktioniert zunächst ohne Probleme, nur beim Einfügen von Links verwirft Safari die Eingabe und der Cursor springt von der Markierung an den Anfang des Texts, ohne die Verknüpfung herzustellen. Bleibt konsequenten Safari-Nutzern nur der Umstieg in die Code-Ansicht.
Hat jemand Erfahrung mit der Mac-Version von Safari in Kombination mit WordPress? Freue mich über Kommentare…
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23. Oktober 2007
Der Apple-Browser Safari (Public Beta 3.0.3) wirkt auf den ersten Blick bereits recht vollständig. Trotzdem zeigen sich noch einige Lücken: Beim Test mit Google Text und Tabellen bringt Safari beim Öffnen einer Tabelle eine Fehlermeldung, zeigt dann jedoch die Inhalte weitgehend identisch wie in anderen Browsern.

Das neue Präsentationsmodul und die Textverarbeitung laufen ohne Beschwerden des Browsers. Wer genauer hinschaut, der kann sehen, dass die drei Office-Module unterschiedlich weit entwickelt sind. Im Bereich „Freigeben“ zeigen die Webapps deutliche Unterschiede in der Funktionalität. Wahrscheinlich nur eine Frage von Wochen bis Google das behoben hat. Oder eine Frage von Versionen, bis Safari auch das ohne Beschwerden schafft. Der Bedarf dürfte vorhanden sein: Bereits Writely, der Vorgänger von Google Text und Tabellen, war eine der beliebtesten Websites an amerikanischen Universitäten. Und gerade dort ist ja nicht nur Apple-Software im Einsatz.
Schlagworte:apple, browser, google, office, safari, spreadsheets, webapp
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23. Oktober 2007
Asus – als einer der größten Laptophersteller – bietet schon länger den Wettbewerbern (vorwiegend Samsung) mit außergewöhnlichen und außergewöhnlich kleinen Laptops die Stirn. Nun wendet sich das Unternehmen aber auch ab vom klassischen Bild des tragbaren Computers: Der Asus Eee PC ist ein Sub-Sub-Notebook, das in Japan bereits auf dem Markt ist und jetzt in den USA eingeführt wird.

Der Eee (für „Easy to learn, easy to work, easy to play“) beeindruckt zunächst mit dem Preis: 299 Dollar für ein Kilogramm Laptop mit gut zweieinhalb Stunden Laufzeit. Ein High-End-Gerät darf der Käufer bei dem Preis allerdings nicht erwarten: Wer das Foto genau betrachtet, der erkennt die schwarzen Blenden an den Seiten, die das scheinbare Breit-Display doch deutlich beschneiden und auf 7 Zoll reduzieren.
Auf den zweiten Blick wird der konservative Computernutzer die Stirn ein wenig mehr runzeln: Keine Festplatte, statt dessen 0,25 bis 1 GByte Haupt- und zwischen 2 und 8 GByte SSD-Speicher (Solid State Disk = eingebauter Memorystick). Praktisch beim Fallenlassen. Das Betriebssystem ist eine Linux-Ableitung (XP-kompatibel beim Datentransfer) mit fest eingebauten Anwendungen zum Surfen, Fotos bearbeiten, E-Mails-Schreiben und ein wenig Office.
Insgesamt ist der Eee ausgerichtet für ein Publikum von Kind bis alt, das hauptsächlich umkompliziert und unterwegs mit einem Rechner die heutigen PC-Grundbedürfnisse befriedigen will. Abgeleitet ist die Hardware des Eee vom OLPC (One Laptop per Child), der als Einfach-Computer an Kinder in Entwicklungsländern verteilt wird.
Während die Japaner typisch begeistert sind, werden wir noch ein paar Monate auf das Gerät warten müssen. Die größten Fragen wirft derzeit das Betriebssystem und die installierten Anwendungen auf. Sollte der Browser in der Lage sein, auch komplexe Webapplikationen zu starten, könnte der Eee eine große Alternative zum iPhone für den Samstag Nachmittag im Straßencafe werde.
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23. Oktober 2007
Hier die Links zu Tests von drei neuen exotischen Browsern:
- Der japanische Sleipnir für „fortgeschrittene Benutzer“
- Weniger ist mehr: WebRunner simuliert Offline-Anwendungen
- Soziales, multimedia Browsing mit Flock.
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22. Oktober 2007
Aus Japan eingetroffen: Sleipnir nennt sich selbst „Browser für Fortschrittene“. Trotzdem gilt auch hier: Browser bleibt Browser. Sleipnir wird als voll konfigurierbar angeboten. Aber was nützt ein Browser, der mit Hilfe von Plugins und Skins auf Internet Explorer oder Thunderbird getrimmt werden kann.

Echter Vorteil: Webseiten lassen sich auch mit der Trident-Darstellung des Internet Explorer anzeigen – auch im Vergleich zur üblichen Pixeldarstellung. Und auch viele andere Plugins sind für die Entwicklung und den Test von Webseiten gemacht.
Sonst ist Sleipnir wohl eher ein Browser, der für die japanische Sprache optimiert zu sein scheint – und deshalb auf den Inseln so beliebt ist.
Schlagworte:browser, freeware, new, software
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