Asus – als einer der größten Laptophersteller – bietet schon länger den Wettbewerbern (vorwiegend Samsung) mit außergewöhnlichen und außergewöhnlich kleinen Laptops die Stirn. Nun wendet sich das Unternehmen aber auch ab vom klassischen Bild des tragbaren Computers: Der Asus Eee PC ist ein Sub-Sub-Notebook, das in Japan bereits auf dem Markt ist und jetzt in den USA eingeführt wird.

Der Eee (für “Easy to learn, easy to work, easy to play”) beeindruckt zunächst mit dem Preis: 299 Dollar für ein Kilogramm Laptop mit gut zweieinhalb Stunden Laufzeit. Ein High-End-Gerät darf der Käufer bei dem Preis allerdings nicht erwarten: Wer das Foto genau betrachtet, der erkennt die schwarzen Blenden an den Seiten, die das scheinbare Breit-Display doch deutlich beschneiden und auf 7 Zoll reduzieren.
Auf den zweiten Blick wird der konservative Computernutzer die Stirn ein wenig mehr runzeln: Keine Festplatte, statt dessen 0,25 bis 1 GByte Haupt- und zwischen 2 und 8 GByte SSD-Speicher (Solid State Disk = eingebauter Memorystick). Praktisch beim Fallenlassen. Das Betriebssystem ist eine Linux-Ableitung (XP-kompatibel beim Datentransfer) mit fest eingebauten Anwendungen zum Surfen, Fotos bearbeiten, E-Mails-Schreiben und ein wenig Office.
Insgesamt ist der Eee ausgerichtet für ein Publikum von Kind bis alt, das hauptsächlich umkompliziert und unterwegs mit einem Rechner die heutigen PC-Grundbedürfnisse befriedigen will. Abgeleitet ist die Hardware des Eee vom OLPC (One Laptop per Child), der als Einfach-Computer an Kinder in Entwicklungsländern verteilt wird.
Während die Japaner typisch begeistert sind, werden wir noch ein paar Monate auf das Gerät warten müssen. Die größten Fragen wirft derzeit das Betriebssystem und die installierten Anwendungen auf. Sollte der Browser in der Lage sein, auch komplexe Webapplikationen zu starten, könnte der Eee eine große Alternative zum iPhone für den Samstag Nachmittag im Straßencafe werde.
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