Seit Adobe angekündigt hat, die gesamte Programmpalette in den nächsten zehn Jahren als Webapps anzubieten, ist die Diskussion entbrannt, was denn alles online machbar ist. Hier ein paar Beispiele:
Etwas mehr als die übliche Datenbank – nämlich eine tolle Benutzeroberfläche – bietet Verwandt.de. Ähnlich wie Mind-Mapping-Lösungen (z.B. Mindomo) geht es beim Stammbaum vor allem um eine gute Visualisierung und ein solides Interface. Vorteil hier: Man kann auch gemeinsam mit entfernten Verwandten an seiner Familiengeschichte arbeiten.

Bei den mittlerweile etablierten Online-Offices ist Zoho ganz vorne: Im Konkurrenzkampf gegen Google-Office fährt Zoho mit mehr Anwendungen auf, darunter auch eine Datenbanklösung sowie zahlreiche Planungs- und Group-Anwendungen. Neu bei Zoho ist eine Anwendung zur Auswahl von Bewerbern (Zoho-Challenge) sowie der Zoho-Viewer, mit dem Dokumente in Webseiten – auch in Blogs – eigebettet werden können.

Hochkultur der Webapps sind erste Videoschnitt-Dienste: Jumpcut ist damit eine echte Rarität und bietet zunächst nur einfache Schnitt- und Bearbeitungsfunktionen. Bevor der Benutzer dort angekommen ist, muss er allerdings erst einmal sein Bildmaterial hochladen. Und das ist immer noch lästiger als das anschließen der externen Firewire-Festplatte.
Von der einfachen Whitepaper-Anwendung zu einer Kommunikationsplattform hat sich Vyew hochgearbeitet. Mitterweile bietet die Webanwendung das Hochladen und Bearbeiten von Office-Dokumenten genauso an, wie Desktop-Sharing und ein recht tüchtiges Zeichenprogramm – alles zusammen soll die Benutzer in die Lage versetzten, sogar Projekte mit der Anwendungen zu organisieren. Insgesamt wirkt das Bild von Vyew etwas ohne konkrete Richtung.

Die Zukunft: Das gesamte Desktop im Browser. Das Konzept von einem zentralen Rechner ist nicht neu. In den 70er waren es ANSI-Terminals, mit denen Großrechner von vielen Benutzern gesteuert wurden. In den 90er kam das Thema nochmal auf, nachdem Systemadministratoren die Installationen und Updates über die Köpfe wuchsen. Und heute versuchen ein paar Startups, gleich ganz Windows in den Browser zu stopfen. Das steckt allerdings noch im Strampelanzug. Desktoptwo gibt einen Ausblick, was bald machbar sein könnte. Neben der hübschen Grafik sind Funktionen und Anwendungen eher Nebensache.

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