Archiv für die Kategorie ‘audio’

Musik-Websites: Wer ist angesagt?

4. November 2007

Die Fronten scheinen erhärtet zu sein. In den letzten drei Monaten hat sich laut Alexa wenig getan, bei den besten Online-Musikseiten (Artikel). Unangefochten auf Platz eins ist Last.FM, gefolgt von Deezer.com. Abgeschlagen sind Musicovery.com und Finetune.com. Hier die Alexa-Statistik:

foto_08-2007-11-04-2336.jpg Klicken zum Vergrößern.

Platzwechsel sind wohl kaum zu erwarten. Einzig Last.FM scheint kontinuierlich Hörer zu gewinnen. Höchstens Pandora könnte da noch einen der Top-Plätze ergattern, sollte die Website wieder außerhalb der USA senden dürfen.

Deezer: SmartPlaylist richtig nutzen

4. November 2007

Deezer ist nicht noch ein Internet-Radio-Angebot. Hier hören User nur das, was sie hören wollen. Gezielt können Songs gesucht, ausgewählt und angehört werden. Nur oft fällt einem nicht der Titel oder der Interpret der vielen tollen Songs ein, die jeden Tag im Radio laufen.

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Als Hilfe dafür gibt es bei Deezer die SmartPlaylist. Einfach einen gewünschten Musiker oder Titel eingeben und die SmartPlaylist abspielen. Gefällt ein Song: Ab damit in die passende Playlist. Sonst den nächsten Titel abspielen. So läßt sich das eigene Musikarchiv spielend erweitern.

Weitere Infos:

Übersicht: Die besten Musik-Webseiten

4. November 2007

Seit Pandora außerhalb der USA nicht mehr gehört werden darf, sind viele User auf der Suche nach einer guten Alternative. Hier ist die Liste der Woche:

  • Last.FM – braucht keine weitere Erklärung. Wohl die populärste Social-Radio-Website.
  • FineTune – gut gemachte Musik-Website. Wie bei Last.FM gibt es einen externen Player für Mac und Windows. Die Cover-Art-Funktion des Players ist bei iPhone und iPod Touch entliehen.
  • Musicovery - hier wird die Musik auf einer semantischen Karte angezeigt. Auch gut für Leute, die etwas über Musikstile lernen wollen. Ausführlicher Artikel dazu hier…
  • Deezer - hier hören User nur das, was sie hören wollen. Zwar gibt es eine SmartPlaylist, bei der eine automatische Auswahl von Stücken generiert wird, sonst können Songs zusammengestellt werden, wie von der Festplatte zu Hause. Ausführlicher Artikel darüber hier…

Kostenlose Musik! Deezer macht’s möglich…

4. November 2007

Während das Social-Radio Pandora außerhalb der USA nicht mehr senden darf, eröffnet Deezer eine Online-Musikbox – also kein Radio – das über die Auswahl einer Musikrichtung oder eines Interpreten Musik auswählt und dann unkontrollierbar eine Liste von Stücken abspielt. Nein, Deezer ermöglicht die gezielte Auswahl von Stücken, Organisieren in Playlisten und Abspielen ohne Werbung. Wer nicht allzu exotische Musik hört, sollte bei Deezer auf seine Kosten kommen, denn das Angebot ist nicht unbegrenzt groß.

Und wer seine eigene Sammlungen hinzufügen will, der kann eigene MP3s hochladen und mit seinen Freunden teilen.

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User müssen sich registrieren, sonst in der Dienst kostenlos. Interessant wäre, wie das französische Unternehmen es geschafft hat, Senderechte in dieser Form für die Musik zu bekommen.

Die Benutzung ist problemlos. Leider läuft der Player aber nicht als Standanlone-Lösung. Etwas lästig ist allerdings das Ergänzen eines Stücks in die Playliste (erst auf das „+“ klicken, dann eine Liste aus einer Drop-Down-Liste auswählen und dann noch mit „OK“ bestätigen). Wem das zu umständlich ist, der kann auch eine 3 stündige Smarlist hören, die ähnlich wie bei Last.FM auf der letzten Suchanfrage basiert.

Alternative zu Last.FM: Musik auf der Karte mit Musicovery

4. November 2007

Wer es mal ein wenig bunter haben will als Last.FM, der sollte unbedingt Musicovery probieren. Musicovery ist zwar nicht ganz so „social“ wie andere Angebote, bietet aber mit Hilfe eines gut gemachten Bedienfeldes die Möglichkeit, die eigene Stimmung und die gewünschten Musikstile präzise anzugeben.

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Die Idee für die Website stammt vom Anbieter LivePlasma, der auf semantische Karten spezialisiert ist und unter anderen für CNet bereits eine tolle Kartenansicht für Nachrichten aufgebaut hat. Auf der eigenen Website laufen noch Karten für Musiker und Filme – beides ebenfalls sehenswert.

iPod Touch: Richtiger Weg mit falschem Namen

10. September 2007

Trotz aller Diskussionen: Apple setzt Trends und entfesselt das Internet endlich von der klassischen Kombination aus Computer, Maus und Bildschirm. Damit setzen iPod Touch und iPhone auf drei wichtige zukünftige Entwicklung des Internets:

1) Mobile: Auch wenn der iPod Touch nur über W-LAN online ist, lassen sich beide Geräte bequem überall benutzen (mindestens in Reichweite eines Hotspots). Telefonie und MP-3-Player rücken aus dem Fokus der Nutzer, da zumindest die Musicbox längst zum Hygienefaktor bei Mobiltelefonen geworden ist. Konsequent wäre es gewesen, den schwarzen iPod aus der Reihe der klassischen MP-3-Spieler herauszunehmen und das Gerät iWeb statt iPod zu nennen.

2) Eingabe = Ausgabe: Wer braucht noch Maus, Tastatur, Eingabestift? Getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ zieht Apple – wie bereits mit der Erfindung der Maus – endlich wieder nach vorne und präsentiert das unkomplizierte Touch-Display. Microsoft arbeitet immer noch an einer klobigen Variante des berührbaren Bildschirms, die wenig Erfolg versprechend so tief ist, dass die Prototypen wie ein Wohnzimmertisch auf dem Boden stehen. Nokia und Samsung setzen dagegen eher auf die Größe einer Handfläche. Die Touchpad-Laptops bekommen endlich praxistaugliche kleine Brüder. Mehr davon…

3) Auf die Hardware-Tour: Leute, die gerne Software programmieren sollten auch ihre eigene Hardware bauen. Das bekannte Zitat von Alan Kay dürfte bei Firmenchef Steve Jobs wahrscheinlich im Büro an die Wand gemalt sein. Konkurrent Microsoft hat immer wieder Versuche gestartet, selbst Hardware auf den Markt zu bringen. Trotz des Erfolgs von Windows, Office und ein paar anderen Anwendungen sind die Kunden bei der iPod-Kopie von Bill Gates eher zurückhaltend. Apple punktet zusätzlich über das offene Betriebssystem OS-X, so dass die User ihr Gerät auf das Niveau eines Schweizer Taschenmesser programmieren können. Währenddesssen erhärten sich die Gerüchte, dass ein ganz anderer nachziehen wird. Aber die Frage wird noch eine Weile offen bleiben, ob Google tatsächlich das eigene Telefon bringen wird – zumal der Name „Phone“ für eine Marke wie Google deutlich zu wenig wäre.

Sinnhaft: iPod Touch gegen iPhone?

6. September 2007

Konkurrenz im eigenen Hause? Die Präsentation des hausgemachten iPhone-Nachbaus und der fast komplett umgearbeiteten Produktfamilie der Apple-MP3-Player schafft neben der üblichen Apple-Begeisterung auch Fragen: Ist es vorbei mit der visionären Zielsicherheit von Steve Jobs?

Die Innovationsführerschaft von Apple scheint aufgegeben: Man kopiert sich, schafft Konkurrenz im eigenen Hause und zeigt Videoplayer, die der Wettbewerb teilweise seit Jahren baut. Obendrein wird der Klassiker nicht revolutioniert, sondern lediglich knapp verkleinert und um große Festplatten erweitert – beides preiswerte Frisuren, die offensichtlich mehr Geld in die Kassen von Apple spülen sollen. Wie in der Autoindustrie werden technisch unspektakuläre Produkte auf einmal „Classic“ genannt.

So umstritten der iPod Touch ist: Mit dem Gerät öffnet Apple endlich den internationalen Markt und muss sich nicht auf langwierige Verhandlungen mit nationalen Mobilfunkbetreibern und unterschiedlisten Marktbedingungen herumärgern. Vorbei ist die Diskussion, welcher Netzbetreiber zu welchen Preis das iPhone wann auf den Markt bringt. In Deutschland haben die echten iPhone-Fans das Gerät ohnehin längst gekauft. Bei Gravis in München wird das iPhone gleich am Eingang präsentiert. Die Kunden sind begeistert. Kaum einer fragt, ob man damit schon telefonieren kann. Auf Mobilfunk kann der begeisterte Kunde offensichtlich verzichten, schließlich gibt es genug andere Anwendungsmöglichkeiten (und am Ohr erzeugt das iPhone lange nicht so viel Aufmerksamkeit wie in der Hand).

Die Ähnlichkeit des iPod Touch birgt weitere Vorteile: Höhere Stückzahlen erzeugen niedrigere Herstellkosten (dass Apple das iPhone sofort drastisch verbilligt), bessere Qualität und sowie eine schnellere Evolution der Technik. Je mehr von beiden verkauft werden, desto schneller kann der Kunde sich auf bessere, neue Endgeräte freuen – und Jobs ist bekannt für extrem kurze Lebenszyklen seiner Gadgets.

Auch wenn der iPod Touch als Light-Variante des iPhones abgeklatscht wird: Das Gerät erfüllt konsequent alle Funktionen zukünftiger mobiler Endgeräte: Touchscreen, multifunktionales Betriebssystem, Video (YouTube) und W-LAN-Konnektivität. Vielleicht kann die IP-Telefonie herkömmliche Mobilfunk-Funktionen bald ersetzen – wie bereits jetzt bei Starbucks. Lediglich der Entfall der Kamera schmälert die Taschenmesser-Genialität des Geräts, obwohl die Zubehör-Hersteller diese Lücke sicher rasch füllen werden. Die Prognose ist klar: Wo das iPhone nicht schnell genug einen Mobilfunkbetreiber findet, wird der iPod Touch zum Liebling der Nation.

Bleibt nur eine Frage: Warum hat Apple bei Shuffle, Nano und Classic auf W-LAN und innovative Eingabegeräte verzichtet? Und mit ein paar eingebauten Spielen wird sich die anspruchsvolle Apple-Gemeinde langfristig nicht abspeisen lassen…